Wirtschaft

Gescheiterte EEG

Bei der Energiewende herrscht aktuell Wild-West-Atmosphäre – jeder baut schnell noch dort hin, wo es noch geht. Die Subventionen muss man schließlich mitnehmen, bevor sie in absehbarer Zeit verschwinden.
Dies geht jedoch auf Kosten von Mensch und Tier !
Der ungebremste Aufbau an Windkrafträdern, welche nur eine Übergangslösung der Stromproduktion auf dem Land darstellen, geht selbst der Bundesregierung zu weit. Sie plant daher die drastische Senkung der Förderungen.1



Wertverlust der Grundstücke – Kalte Enteignung

Verpächter von Grundstücken profitieren durch hohe Pachteinnahmen und Betreiber durch subventionierte hohe Einspeisevergütungen.
Immobilienbesitzer müssen dagegen durch Wertverlust ihrer Immobilie zum Teil massive Verluste hinnehmen. Für viele Anlieger ist das eigene Wohnhaus eine private Altersvorsorge, die durch WKA zum erheblichen Teil oder völlig wertlos werden. Das hat auch Auswirkung auf Kreditversicherung gerade bei jüngeren Leuten.
Dabei schützt Artikel 14 des Grundgesetzes „Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.“ und „…Eigentum soll zugleich zum Wohle der Allgemeinheit dienen.“

Von dieser Wertvernichtung wird auch Aga und Umgebung direkt betroffen sein.



Insolvenz & Rückbau der WKA

Wie bereits erwähnt, können bei modernen WKA nur 40 % der Windkraft in Energie umgewandelt werden. Wenn die mittleren Windgeschwindigkeiten um 10 % bei den gutachterlich berechneten Werten fehlerhaft berechnet wurden, hat das bei den Energieerträgen eine Abweichung von 30 % zur Folge.
Mittlerweile ist bekannt, dass die Erträge vieler Windparks weit unter den Prognosen der Windgutachter liegen. Durch diesen planerischen Optimismus geraten viele Windparks in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die bis in die Insolvenz gehen können. (lt. Thüringer Landesverband Energiewende mit Vernunft e.V.)

Bei uns in Aga bläst zwar der Wind, aber anders als etwa an der Küste, nicht ausreichend stark. Die vermehrte Errichtung von WKA gerade in unserer Gegend vermag daran nichts zu ändern, sondern vergrößert nur das Problem.

Wer bleibt in einem Fall der Insolvenz auf dem Windrad und dessen Entsorgung sitzen? Meistens die Grundstücksbesitzer. Auch im laufenden Betrieb tritt ein hoher Verschleiß auf. Doch was geschieht, wenn die Anlage aufgegeben wird? Ist sichergestellt, dass die Anlage auch tatsächlich abgebaut wird? Wer zahlt dafür?
Der Gesetzgeber fordert, dass stillgelegte Windenergieanlagen zurückgebaut und nicht als Ruine in der Landschaft stehen bleiben dürfen ((§ 35 Abs. 5 Satz 2 BauGB). Seit 2004 muss der Anlagebetreiber eine Verpflichtungserklärung zum Rückbau der Anlage samt der Beseitigung von Bodenversiegelungen für den Fall der Stilllegung abgeben. Die Verpflichtungserklärung allein bietet allerdings noch keine Sanktionsmöglichkeiten für den Fall, dass gegen die Erklärung verstoßen wird. Es stellt sich deshalb die Frage, wie sichergestellt wird, dass die Verpflichtung auch tatsächlich eingehalten wird und der Verursacher die Kosten für den Rückbau trägt. (lt. Fachbeitrag von Dipl.-Ing. Sascha Schulz, EnergieAgentur.NRW, WindDialog.NRW-Plattform)



Quellen

[1] Online: https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article155553764/Gabriels-Kalkuel-hinter-der-Windkraft-Deckelung.html Abrufdatum: 20.12.2016 17:00